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Tele Columbus Geschäftsbericht 2014, deutsch

D.2.6 Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei der einen Partei zu einem finanziellen Vermögenswert und bei der anderen Partei zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Gemäß IAS 32 und IAS 39 umfassen Finanzinstrumente sowohl nicht derivative Finanzinstrumente wie Forderungen, Verbindlichkeiten und Aktien als auch derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen werden dann bilanziert, wenn ein Un- ternehmen eine vertragliche Beziehung mit einem korrespondierenden Vertragspartner eingeht. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte aus diesem erloschen sind oder die Rechte an dem finanziellen Vermögenswert an eine andere Partei übertragen wurden. Eine finanzielle Verbindlichkeit geht dann aus der Bilanz ab, wenn diese getilgt ist, d. h., wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen oder aufgehoben sind, oder wenn die finanzielle Verbindlichkeit ausläuft. Sofern die Konditionen von bestehenden Finanzverbindlichkeiten wesentlich verändert werden, erfolgt eine Ausbuchung des bestehenden Darlehens auf Basis der bisherigen Kon- ditionen und eine Erfassung des Darlehens auf Basis der geänderten Konditionen mit dem beizulegenden Zeitwert nach IAS 39.40. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf Basis der Diskontierung der vertraglich erwarteten Cashflows mittels eines marktgerechten Zinssatzes. Sofern der ermittelte beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht, wird die Differenz über die Vertragslaufzeit amortisiert. Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzin- vestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die Tele Columbus Gruppe legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäfts­ jahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Finanzielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb oder der Ausgabe des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem die Tele Columbus Gruppe die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. 106 Geschäftsbericht 2014

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