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Tele Columbus Geschäftsbericht 2014, deutsch

Tele Columbus dabei über eine klare regionale Marktführerschaft und starke regionale Identität. Im Westen Deutschlands fokussiert sich das Unternehmen auf einzelne Netz­inseln – insbeson- dere in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen –, die künftig durch gezielte, wirtschaftlich sinnvolle Investitionen und Akquisitionen weiter ausgebaut werden sollen. Diente das Kabelnetz in Deutschland ursprünglich hauptsächlich dazu, Rundfunksignale zu transportieren und Kabelfernsehen sowie Hörfunk zu empfangen, so ermöglicht es heute auch die Bereitstellung von Telefon- und Internetverbindungen. Das Geschäft der Tele Colum- bus Gruppe als Kabelnetzbetreiber hängt daher zum einen von den abgeschlossenen Verträgen mit Wohnungsunternehmen für die bereitgestellten Kabelanschlüsse sowie zum anderen von der Nachfrage der deutschen Kunden nach Fernseh-, Internet- und Telefondienstleistungen ab. Der deutsche Telekommunikations- und Medienmarkt ist zunehmend geprägt durch Konver­ genz, also das Zusammenwachsen verschiedener Dienste und Inhalte. Das Breitbandkabel liefert das gesamte Spektrum der vom Kunden  nachgefragten Multimedia-Anwendun- gen aus einer Hand: So können Kabelkunden heute nicht nur auf vielfältige Weise fernsehen, sondern ihren Kabelanschluss dank hoher Bandbreiten auch für Internet- und Telefondienste nutzen. Immer mehr Kunden bevorzugen den Bezug aller Dienste von einem einzigen Provider zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Reaktion darauf vermarkten die Anbieter einzelne oder mehrere Bündel von Diensten, die digitales Fernsehen, Breitband-Internet­zu­gang und Telefonie umfassen. Zukünftiges Wachstumspotenzial bietet dieser Markt durch die zunehmende Digitali­sie­ rung. Rund 11,2 Mio. Kabelhaushalte – dies entspricht 62,9 % aller Haushalte mit Kabel­ anschluss – nutzten im Sommer 2014 die digitalen TV-Angebote des Breitbandkabels. Gegen- über dem Vorjahr ist dies eine Zunahme von rund 1,4 Mio. Kabelhaushalten. Treiber für den Umstieg auf digitale Angebote sind vor allem HDTV, 3D-TV, Video on Demand sowie zeitver- setztes Fernsehen. Ein HDTV-Gerät und einen HD-Receiver besitzen bereits 6,47 Mio. Kabelhaus- halte und empfangen somit ihre Programme in hochauflösender Qualität. Ein wichtiger Trend im deutschen TV-Markt ist darüber hinaus die zunehmende Ver­breitung von Pay-TV, also digitaler Fernsehdienste, die zusätzlich zum bestehenden Kabel- oder ­Satelliten-Fernsehen erworben werden können. Die wachsende Kundenanzahl für Pay-TV- Dienste, die im Jahr 2014 auf 3,50 Mio. gestiegen ist (Vorjahr: 3,12 Mio. Abonnenten), zeigt das Marktpotenzial für Kabelnetzbetreiber. Neben dem analogen und digitalen TV-Angebot sind auch die Internet- und Telefoniedienste über den Kabelanschluss gefragt. Ende 2014 nutzten in Deutschland bereits rund 6,0 Mio. Haus- halte ihren Kabelanschluss für Internetzugang und Telefon (Vorjahr: 5,0 Mio.). Die Gruppe geht davon aus, dass Ende 2014 insgesamt circa 29,4 Mio. Breitbandanschlüsse in Betrieb waren (Vorjahr: 28,7 Mio.), wobei die hier dominierende Anschlusstechnologie nach wie vor DSL mit einem Anteil von ungefähr 80 % ist. Der deutsche Internetmarkt zeichnet sich zum einen durch eine wachsende Nachfrage nach höherer Bandbreite, zum anderen durch einen Wechsel von DSL- auf Kabelangebote aus. Das Kabelsegment ist mit circa 20 % aller Internetanschlüsse Ende 2014 die am schnellsten wachsende Internetzugangsmöglichkeit und nimmt dem DSL-Segment zunehmend Markt­ anteile ab. Darüber hinaus verfolgt die deutsche Bundesregierung das Ziel, bis 2018 für nahezu die gesamte Bevölkerung einen Breitbandinternetzugang mit einer Bandbreite von mindestens 50 Mbit / s zur Verfügung zu stellen. Die Europäische Kommission strebt sogar eine Bandbreite von 100 Mbit / s für 50 % der EU-Bevölkerung bis 2020 an. Für den Ausbau der Infrastruktur bestehen in bestimmten Teilen Deutschlands verschiedenste staatliche Förderprogramme. Im Berichtsjahr versorgte das Breitbandkabelnetz schon zahlreiche deutsche Haushalte mit dem sogenannten Hochgeschwindigkeitsinternet: Rund 64 % aller Kabelkunden buchten bereits Internetbandbreiten über 30 Mbit / s. Auf Basis ihrer leistungsstarken Infrastruktur können Kabelnetzbetreiber ihren Kunden heute Anschlüsse mit 100 Mbit / s und mehr anbieten: Diese Bandbreiten buchten 2014 circa 21,7 % der deutschen Kabelhaushalte. Der nächste Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 wird – in Kombination mit den aus Glas­faser- und Koaxial­ leitungen bestehenden Kabelnetzen – in einigen Jahren Bandbreiten im Gigabit-Bereich ermöglichen. 52 Geschäftsbericht 2014

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